V E N E Z U E L A 

         Kultur   Natur  Strände   Abenteuer & Sport


Hauptstadt: Caracas

Einwohner: ca. 29,0 Mio

Sprachen: Spanisch

Fläche: 916.445 qkm 

        

Venezuela beherbergt auf seiner 916.445 km² großen Kontinentalfläche und seinen 311 vorgelagerten Inseln eine große natur- und kulturräumliche Vielfalt.

Venezuela zählt zu den zehn Ländern mit der höchsten Biodiversität der Erde und gilt als eines der sechs reichsten Länder hinsichtlich der Biodiversität in Lateinamerika. In Südamerika ist Venezuela nach Brasilien und Kolumbien das Land mit der größten Vielfalt an Pflanzen. Diese Biodiversität spiegelt sich inca. 25.000 Pflanzenarten, 323 Säugetierarten, 283 Reptilienarten, 202 Amphibienarten und 1.383 Vogelarten wider. 

 

 

DIE KÜSTEN: Sonne, Sand und Meer

Cordillerade la Costa 

 

Die malerische Küstenkordillere ist eine der eindrucksvollsten Landschaften Venezuelas und wird deshalb zu einem großen Teil durch Nationalparks geschützt. Für Touristinnen und Touristen besonders interessant sind natürlich auch die zahlreichen tropischen Strände, die sich an den 311 vorgelagerten Inseln und entlang des über 3000 Kilometer langen Küstenstreifens befinden.  

 

Isla Margarita
 

Porlamar, die größte Stadt der Isla Margarita, ist das Tor zu den Inseln und für viele auch zu Venezuela. Auf der Isla Margarita können traumhafte Strände besucht werden. Die Strandroute bietet dabei viele Entdeckungen an den verschiedenen Strände wie Cuacuco, Cardón, El Tirano, Parguito, Puerto Cruz, Caribe und El Agua, dem längsten und meistbesuchten Strand der Insel.   


Der Archipel Los Roques

 

Rund 180 Kilometer nördlich von Caracas krönt die Inselgruppe Los Roques das fantastische Angebot Venezuelas an karibischen Traumstränden.  

 

 

 


 

Los Roques besteht aus 42 kleinen Inseln, Cayos genannt. Dazu kommen etwa 300 Felsenriffe sowie Korallen- und Sandbänke, die ähnlich einem Atoll eine zentrale Lagune umschließen. Als einzige Insel der Gruppe hat Gran Roque eine kleine Siedlung. Sie ist die Hauptinsel des Archipels. 

Die Inselgruppe wurde 1972 zum Nationalpark erklärt. Zum Schutz der Natur ist der Zutritt in bestimmten Teilen des Parks für Besucher nicht möglich.  


DIE BECKENZONEN DES LANDES 

 

Maracaibo

 

Neben den Stränden zeichnen sich die Küstenregion und Beckenzonen Venezuelas auch durch Mangrovensümpfe und viele intakte Korallenriffe aus, die ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten sind. Im Süden des  Maracaibo-Sees im Nationalpark Ciénagas de Juan Manuel befinden sich Sumpfgebiete, Galeriewälder und schiffbare Flüsse mit einer erstaunlichen Vielfalt an Flora und Fauna. 

 

DAS ORINOCO-DELTA

  

Das Land der indigenen Gemeinschaft der Warao

 

Der drittgrößte Fluss Südamerikas schlängelt sich 2.140 Kilometer lang durch Venezuela, wobei er große Teile des Landes durchfließt und auch prägt. Der Orinoco entspringt am Berg Delgado Chalbaud an der Grenze zu Brasilien.  

 

 

  

Von dort aus fließt der Orinoco hunderte von Kilometern erst in Richtung Norden und dann in Richtung Nordosten, bis er in das Orinoco-Delta mündet. Mit einer Fläche von 40.000 Quadratkilometern ist das Orinoco-Delta das zweitgrößte Flussdelta der Welt. 

 

   

Dieses wichtige Natur- und Kulturerbe wurde im Jahr 2009 von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) zum Biosphären-

reservat erklärt, wobei sie seine Bedeutung für die Umwelt als eines der sieben wichtigsten Deltas der Erde hervorhob


 

 

Nationalpark  Cueva del Guácharo

 

Bei Caripe (nordwestlich vom Orinoco-Delta) im Bundesstaat Monagas liegt die Höhle Cuevadel Guácharo inmitten einer abwechslungsreichen Gebirgslandschaft. Mit einer (bekannten) Gesamtlänge von über 10 Km ist sie die größte Höhle Venezuelas und eine der bedeutendsten weltweit. Die Höhle ist heute als „Monumento Natural Alejandro de Humboldt“ geschützt und die Umgebung, insgesamt über 15.500 ha, wurde zum Nationalpark Cueva del Guácharo erklärt. 

 

 


 

DIE TAFELBERGE VENEZUELAS 

 

Tepuy
 

Eine der eigentümlichsten Landschaften Südamerikas ist die Gran Sabana im Südosten Venezuelas. Aus dieser Hochebene, erheben sich riesige, bizarre Tafelberge, die sogenannten Tepuys (oder Tepuis).Das Wort „Tepuy“ stammt aus der Sprache der hier lebenden Pemón-Indianer und bedeutet „Haus der Götter“. 

 

 

Zur landschaftlichen Schönheit der Gran Sabana tragen neben den Tepuis vor allem die vielen Wasserfälle bei.  

 

 


 

 

Kerepakupai Merú

 

 Zu einem der Hauptanziehungspunkte Venezuelas zählt auf jeden Fall der Kerepakupai Merú, der höchste Was-

serfall der Erde. Etwa 1.000 m tief stürzen die Wasser-

massen vom Auyán-Tepui, dem flächenmäßig größten der insgesamt 97 Tafelberge Venezuelas. Die gesamte Gran Sabana, die in einem großen Teil vom Nationalpark Canaima geschützt wird, liegt in einem Gebiet, das von Geologen als Guyanaschild bezeichnet wird. Mit einem Alter von mindestens 1,7 Mrd. Jahren gehören die 

Gesteine dieser Gegend mit zu den ältesten Sediment-

gesteinen, die auf der Erde bisher gefunden wurden. 

 

 

DIE LLANOS
 

Zwischen den Ostausläufern der Anden im Norden und dem Orinoco im Süden erstrecken sich die venezolanischen Llanos. Das spanische Wort „Llano“ bedeutet Flachland oder Ebene. Die Llanos bestehen aus riesigen Weideflächen, einer Savannenlandschaft, die von unzähligen Flüssen durchzogen wird. Diese gigantische Tiefebene erstreckt sich über etwa ein Drittel Venezuelas. 

 

Wasserschweine

 

Naturliebhaber finden in den Llanos einen unendlichen Reichtum an wildlebenden Tieren, gleichzeitig aber auch Abenteuer und Entspannung, frische Luft, lange Ausritte, deftiges Essen, geschichtsträchtige Orte und den Alma Llanera, den Geist der Llanos. 

 


 

Llanero

 

 

Geprägt werden die Llanos von den Llaneros, die auf den Farmen - wie bei den Cowboys in Nordamerika - die Rinder zusammentreiben und pflegen.  

 

 


  

DIE ANDEN

 

Mérida 
 

Der relativ kleine Abschnitt der Anden auf venezolanischem Gebiet zählt zu den Ostausläufern der riesigen Gebirgs-

kette, die sich im Westen in einer Länge von 9.500 Km über den gesamten südamerikanischen Kontinent zieht. Den größten Teil der venezolanischen Anden macht die Cordillera de Mérida im Süden des Maracaibo-Sees aus.  

  

Pico Bolívar

 

Die Cordillera de Mérida hat die höchsten Erhebungen Venezuelas, allen voran der Pico Bolívar mit 5007 m ü. NN. Dieser Teil der Anden erstreckt sich nach Norden bis zum Bergland von Falcón und geht dann in die Küstenkordillere  über. Hier findet man zahlreiche Gletscherseen, unterschiedliche Relief- und Gesteinsformationen, Tropen- und Nebelwälder und eine Pflanzenvielfalt, die die enorme Biodiversität dieser Region widerspiegeln.  

 

Typische Straße in Mérida 

 

Mérida, die Andenmetropole Venezuelas und Universitätsstadt, ist Ausgangspunkt für Ausflüge in die Anden und damit der Dreh- und Angelpunkt des Bergtourismus in Venezuela.  

 

 


 


 



 

Quelle Texte & Bilder: Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik Deutschland